Institut für Strafrecht und Kriminologie

Studiengänge

Diploma of Advanced Studies in Criminology (DAS Crim Unibe)

Die Kriminologie befasst sich mit den Ursachen, der Wahrnehmung und der Verhütung von Kriminalität sowie mit der gesellschaftlichen und institutionellen Reaktion auf Kriminalität.

In der kriminologischen Lehre und Forschung werden beispielsweise gesellschaftliche Sicherheitsbedürfnisse sowie der tatsächliche oder scheinbare Bedarf nach neuen Strafnormen und verschärften Strafsanktionen thematisiert.
Dabei geht es etwa um die Frage, ob die erhöhte öffentliche bzw. mediale Aufmerksamkeit für Kriminalität mit der Entwicklung objektiver Kriminalitätsindikatoren einher geht oder von einer Veränderung des Bedrohungsempfindens abhängt. Weitere Schwerpunkte der Kriminologie an der Universität Bern bilden die Fragen der Wirksamkeit und der Angemessenheit strafrechtlicher Sanktionen, die Ausgestaltung des Straf- und Massnahmenvollzugs sowie die Jugenddelinquenz.

Behörden und politische Instanzen sind beim Umgang mit Kriminalität auf wissenschaftlich erhärtete Informationen und kriminologische Analysen angewiesen. Die problematische Aufgabe des Strafrechts, Freiheitsgarantien der Rechtsgemeinschaft auf Kosten der Freiheit der Rechtsbrecher normativ zu bekräftigen, verlangt von allen beteiligten Akteuren, sich den Ursachen kriminellen Verhaltens bewusst zu sein und die tatsächlichen Auswirkungen ihrer professionellen Betätigung zu reflektieren.

Basisinformationen zum Studiengang
Abschluss: Diploma of Advanced Studies in Criminology (DAS Crim Unibe)
Umfang: Mindestens 45 ECTS-Punkte 
Studiendauer: Max. 6 Semester
Kursgeld: CHF 13'000. (für das gesamte Studium)
Unterrichtssprache: Deutsch 
Studienbeginn: Herbst- und Frühjahrssemester 

Angesprochen sind Fachleute mit Tätigkeiten im Bereich der Polizei, der Strafverfolgung sowie Mitarbeitende des Straf- und Massnahmenvollzugs, der Bewährungshilfe und weiterer mit Kriminalitätsprävention bzw. -bekämpfung befassten Stellen.

Personen mit Hochschulabschluss und Berufserfahrung in einem geeigneten Bereich. Sowie Personen ohne universitäre Vorbildung mit mehrjähriger einschlägiger Berufserfahrung in einem für die Kriminologie oder das Strafrecht relevanten Bereich.