Dr. Anina Schwarzenbach ist Soziologin, Kriminologin und Senior Researcher am Institut für Strafrecht und Kriminologie der Universität Bern sowie assoziierte Forscherin am Institut de recherches sociologiques der Universität Genf. In ihrer Forschung untersucht sie, wie soziale Normen, Netzwerke und Institutionen das Zusammenleben in demokratischen Gesellschaften prägen – insbesondere im Spannungsfeld von Sicherheit, sozialer Gerechtigkeit, Legitimität und technologischer Transformation.
In ihrer aktuellen Forschung verbindet sie theoretische Perspektiven aus der Soziologie und Kriminologie mit Methoden der Computational Social Science, darunter Methoden des maschinellen Lernens, computergestützte Textanalyse und soziale Netzwerkanalyse.
In ihren aktuellen Arbeiten befasst sie sich insbesondere mit KI-Governance, der öffentlichen Rechtfertigung, Wahrnehmung und institutionellen Ausgestaltung digitaler Technologien sowie mit Fragen ihrer demokratischen Legitimität. Darüber hinaus untersucht sie die Repräsentation sozialer Identitäten in digitalen Öffentlichkeiten sowie Netzwerke politischer Gewalt und die relationalen Dynamiken, die deren Organisation und Wirkung prägen.
Ihre Forschungsergebnisse wurden in führenden soziologischen und kriminologischen Fachzeitschriften veröffentlicht. Wissenschaftliche Stationen führten sie an die Harvard University, die University of Maryland, das Max-Planck-Institut und die University of Cambridge. Ihre Arbeiten wurden unter anderem durch den Schweizerischen Nationalfonds und die Digitalisierungskommission der Universität Bern gefördert.
Sie ist gewähltes Mitglied der Global Young Academy, Mitglied des Steuerungsgremiums des Data Science Lab der Universität Bern sowie des Sounding Board Data Management und mit dem Swiss Centre of Expertise in Life Course Research sowie der Digital Society Initiative verbunden.